10 Mai, 2007

Size matters

Posted in Blick nach Deutschland, Deutschland aus Schweden gesehen um 3:38 pm von Burkhard

Hier  diskutieren einige Leute über die Frage, ob schwedische Verhältnisse auf deutsche übertragbar sind, und allgemeiner, welchen Einfluß die Größe auf die Qualität von Gemeinschaften haben. Darüber wollte ich ohnehin bald mal hier bloggen, dafür diskutiere ich diesmal lieber dort mit. Schaut doch mal rein.

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2 Kommentare »

  1. jan-erik said,

    Ich denke, dass es etwas mit der Mentalität der Deutschen und der Schweden (in diesem Fall) zu tun hat. Das schlechte Gewissen, welches meiner Meinung noch vorherrscht und tief verwurzelt ist, nach dem dritten Reich, ist für ein positives deutschsein nicht förderlich. Im meine damit ein Gemeischaftsgefühl bei dem man sagen kann „wir packen dass gemeinsam an“ (alle Bürger die in Deutschland leben). Die Deutschen wollen doch untereinander kaum etwas voneinander wissen, wenn es ums Land geht. (abgesehen von ewig Gestrigen und anderen kleinen Gruppen) Alles was mit deutschsein zu tun hat, hat den Anstrich von Nationalismus. Ich glaube Deutschland ist in diesem Fall manisch depressiv. Dieses Problem haben die Scandinavier nicht. Insofern ist es meiner Meinung nicht übertragbar, denn wer sich die Frage stellt, ob schwedische Verhältnisse auf Deutschland übertagbar sind, geht ja davon aus, dass es in Schweden besser ist als in Deutschland. Es fällt den meisten Deutschen schwer sich mit ihrem Land zu identifizieren. Mir auch.

  2. solanus said,

    Jan-Erik,
    sehe ich auch so. Wobei wir heute schon wieder eine Generation weiter sind. Ich glaube noch nicht mal, dass die Jüngeren bis mittel-Alten heute in Deutschland voller Schuldgefühle in Bezug auf ihr Deutschsein sind. Aber sie sind eben die Kinder einer Schuldgefühle-Generation, Kinder einer Generation, denen ganz übel wird vor lauter schlechter Erinnerungen, wenn in Deutschland eine Hymne gesungen oder Fahnen geschwungen werden. Und diese Kinder haben es eben nie gelernt, sich auf positive Weise mit dem Land zu identifizieren.

    Wobei, ich glaube schon dass die Zeit wunden heilt, aber das dauert wirklich viele Generationen. Vielleicht (hoffentlich!) ist es ja so:
    1. Nachkriegsgeneration: Schuldgefühle, schlechtes Gewissen, Verdrängung
    2. NK-Generation (mehr oder weniger wir): Gleichgültigkeit, hin-und-hergerissensein.
    3. NK-Generation (die jungen Leute heute): Haben keinen Bock mehr auf Gleichgültigkeit.


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